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Henrik Decke, 08.05.2021

Ich war schon immer ein Optimierer. Alles sollte schneller, besser und günstiger werden. Doch habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass das Optimieren auch in die andere Richtig wechseln kann:

Aber von Vorne: Während meiner Ausbildung war das Internet noch in seinen Anfängen. Es war nicht gerade schnell, wurde pro Zeiteinheit abgerechnet, machte lustige Töne beim Einwählen und man mass die Geschwindigkeit noch in Baud pro Sekunde. Da ich nun für das Lesen und Verarbeiten der Daten am meisten Zeit brauchte, habe ich mir einen eigenen Proxy Server eingerichtet, der das Surfen verschnellerte und es auch nach dem Ausschalten des Modems weiter ermöglichte

Irgendwann kam die Zeit der HD-Auflösung. Was heute jedes billige Smartphone dank spezialisierter Befehle abspielen kann war in der Anfangszeit gar nicht so einfach möglich. Da mein damaliger Prozessor zu langsam war musste dieser übertaktet werden, um die Filme überhaupt ruckelfrei abspielen zu können inkl. einer besseren Kühlung, um eine Überhitzung zu vermeiden. Speicherplatz war teuer und somit wurden die grossen Daten/Filme so lange immer und immer wieder mit anderen Settings komprimiert, bis das Optimum an Qualität und Grösse erreicht wurde. 

Heute filme und fotografiere ich nur noch mit meinem Handy. Das Bearbeiten und Schneiden erledige ich auch meistens gleich auf dem Smartphone. Teilweise schaue ich Serien und Filme direkt auf dem mini Handyscreen an und ich game auf meinem «langsamen» Laptop mit reduzierten Grafik-Settings. Ich bin also bei der Optimierung von «das Beste ist nur gut genug» zu schnell und einfach muss es gehen und gute Qualität ist mehr als ausreichend gegangen. 

Wie und warum ist es nur so weit gekommen? Ist es das Alter und die Bequemlichkeit? Vielleicht weil meine Augen sowieso nachlassen und de Unterschied gar nicht mehr erkennen? 🤣 Oder eher die Erkenntnis, dass die Bilder und Filme sowieso nie mehr angeschaut werden? Das es auch noch andere Dinge im Leben gibt, die Zeit in Anspruch nehmen die dann schlicht und einfach nicht mehr da ist für weitere Optimierungen? 

Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr gleiche Erfahrungen gemacht? Lasst es mich unten in den Kommentaren wissen 😉


Henrik Decke

CTO & Co-Founder

Lieblingsgegenstand bei LINGS: BMC Mountainbike

One comment on “Qualitätserwarung = Qualität – Alter?

  1. Rainer sagt:

    99% der Fotos werden heute eh auf dem Handybildschirm angeschaut, da bringt eine bessere Auflösung ohnehin keinen Mehrwert.

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