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Partner Abenteuerreisen, 19.10.2018

Abenteuerreisen nimmt dich mit auf die Nomadic Trails und erzählt, was man auf der höchsten Singletrailreise der Welt alles erlebt.

Wenn die Berge grösser werden und die Felswände nur wenige Meter an den Flügeln des Flugzeuges vorbeiziehen, wissen wir, Leh kann nicht mehr weit sein. Die Landung ist spektakulär und das Abbremsen auf der Landebahn drückt uns nach vorne, wie uns normalerweise der Startvorgang in die Sitze drückt.

In Leh angekommen, wirft uns die Zeit zurück und wir spüren einen unglaublichen Spirit von der einheimischen Bevölkerung. Wenn du Dalai Lamas spannenden Reden lauschen möchtest, hast du hier gute Chancen dies zu tun. Er hat hier seine Sommerresidenz und ist immer wieder anwesend. Während unserer Akklimatisierung kriegen wir einen guten Einblick ins Klosterleben, der Mönche in Thiksey. Nun juckt uns aber das Trailfieber.

Die Bikes werden zusammengebaut, ein kurzer Check und los gehts auf eine Einfahrrunde rund um Leh. Dass wir in Leh schon auf 3500m sind spüren wir spätestens jetzt.

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Am nächsten Tag brint uns unsere lokale Crew ins kleine Dorf Likir. Auf dem ersten Pass angekommen, eröffnet sich eine Bergwelt der Superlative. Auf den Trails geht es gleich richtig zur Sache und auch der Letzte kann sich das grinsen nicht mehr verkneifen.

Nach den ersten drei Biketagen und einem Transfer schauen wir kurz zurück. In Hemis Schukpachen bestaunen wir 1000 Jahre alte Wacholderbäume sowie alte Gerstenmühlen,  welche das Korn der einheimischen Bevölkerung mahlen.

Die Trails haben einen sandigen Untergrund, laden öfters zum freeriden ein und fordern auch geübte Biker. In Timosgang besuchten wir eine ladakhische Familie und uns wurde  das Getränk der Ladakhis serviert – der Buttertee, kombiniert mit Tsampa (gemahlene Gerste). Anschliessend begeben wir uns in einen tiefen Brunnenschacht, welcher vor 550 Jahren dem Kloster als Wasserspeicher diente.

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Nach drei Tagen in der „Cham“ Region steht uns ein Transfer in die Region „Chang Thang“ bevor. Nach einem Ruhetag, an dem wir die Wölfe nachts aus nächster Nähe erleben, geht es zur Sache. Stetig gewinnen wir an Höhe und auf den ersten Pässen über 5000 Metern können wir die Abfahrten kaum erwarten. Die Sicht auf den Khang Yatze mit 6340m und das tolle Panorama laden für eine Pause ein. Flowtrails gibt es hier gratis und um Welten besser als die gebauten Varianten in unseren Skiresorts.

In Tisaling haben wir frühmorgens einen kurzen, aber harten Aufstieg vor uns. Auf der Passhöhe des Shingbuk La, kann man bei guter Sicht bereits den weiss umrandeten, Tso Kar, erkennen. Die Abfahrt nach Riyul wurde vom MTB Gott persönlich geschaffen. Flowige, aber nicht minder technische, Trails der obersten Güteklasse zaubern uns noch Abends beim gemeinsamen Essen ein grinsen ins Gesicht. Die Sicht vom Camp auf den Tso Kar macht den Tag perfekt.

Am nächsten Morgen fahren wir in ein Tal hinein und sichten Wintercamps der Nomaden. Für uns unvorstellbar bei -25° in spärlich geheizten, nicht isolierten, Steinbauten den Winter zu überleben. Der heutige Pass ist fahrbar und auf dem Gipfel sehen wir ein letztes mal zurück zum Tso Kar und der Blick lädt zum verweilen ein. In Rajun Karun werden wir in der Zeit zurück versetzt. Wir besuchen Nomadenfamilien und erfahren mehr über ihr hartes Leben auf 4900m. Wer gerne noch eine Abkühlung mag, dem bietet der 8° kalte Bach die Gelegenheit sich zu baden.

Frühmorgens starten wir in den nächsten Tag. Die Aufstiege sind sehr hart und wir besteigen zwei Pässe über 5400m. Für die harten Aufstiege werden wir aber mehr als belohnt. Die Abfahrten schlängeln sich durch fantastische Bergwelten. Auch wenn das Wetter heute nicht nach unseren Vorstellungen war, kommen wir am späteren Nachmittag mit einem Lächeln im Gesicht zufrieden im nächsten Camp an.

In der Nacht war Schnee gefallen und die Zelte waren mit 10cm Schnee bedeckt. Phuu, da fällt Arbeit an. Nach kurzem Winterdienst, kehrte der Schlaf zurück. Frühmorgens eröffnete sich eine einmalige Stimmung. Die Sonne strahlte und schmelzte den Schnee teilweise weg, so dass wir beim Aufstieg in den Genuss eines besonderen Erlebnis kamen. Schnee, Sonne und ein fantastisches Panorama liess die Sorgen der Nacht vergessen. Auf dem Yalung Nyau La eröffnete sich bereits die Sicht auf den tiefblauen Tso Moriri und wir waren alle froh, die strengsten Etappen gemeistert zu haben. Die Abfahrt zum Tso Moriri ist zweifellos die Beste der ganzen Tour. 20Km mal flowiges, mal technisches, aber immer bestes Trailterrain, wechseln sich ab und wird begleitet von der ständigen Sicht auf den faszinierenden und für die Ladakhis heiligen See.

Am nächsten Morgen begleitet uns der tiefblaue, 31Km lange See den ganzen Tag und wir kämpfen gegen den stark wehenden Gegenwind.

Der nächste Tag beginnt mit perfektem Wetter und die Morgensonne zeigt den Tso Moriri nochmals von seiner besten Seite. Wir biegen rechts ins nächste Tal ein und folgen dem Fluss „Phirse Chu“ aufwärts. Trails und Pfadfinden im Flussbett wechseln sich ab.

Die nächste Etappe führt uns zügig weiter und über den Manechan La, immer mit blick zurück auf den imposanten Berg Kharpa. Unterwegs treffen wir nochmals Nomaden, welchen wir beim Spinnen des Faden aus Pashmina Wolle zusehen. Freundlich fragen uns die Nomaden nach Schokolade und ihr lächeln im Gesicht, zeigt Dankbarkeit über diese kleine Geste.

Tags darauf fahren wir weiter im Flussbett und überqueren den letzten Pass über 5000m, den Thelakung La. Man mag denken, eigentlich haben wir doch nun genug Flussbetter gesehen, jedoch vergisst man in dieser imposanten und abwechslungsreichen Landschaft, auf welchem Untergrund man denn nun fährt.  An unserem Abschlussabend werden wir von unserer Küchencrew überrascht. Sie übergeben uns eine verzierte Torte und wir staunen, dass dies mit diesen einfachen Mitteln überhaupt möglich ist.

Ins Staunen versetzt uns am nächsten Tag auch der Blick auf die Sandfelsen von Pang. So geniessen wir die letzten Kilometer auf dem Bike und sind alle sehr stolz auf unsere Leistungen der letzten Tage. Zufrieden, Müde und mit bleibenden Eindrücken aus Ladakh, dem Land der Pässe wie es genannt wird, sind wir am Abend zurück in Leh.

Die erste warme Dusche, der Kontakt mit Leuten aus der Stadt, der Verkehr und das Smartphone überfordern uns erst mal. Abends bei Buttertee und Chang, serviert in einem alten Ladakhi Haus, sinnieren wir über die letzten Tage.

Na, hast du Lust bekommen auf eine Bikereise auf den Nomadic Trails?

Nomadic Trails from abenteuerreisen.ch on Vimeo.


 

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